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Beltane – Keltischer Sommerbeginn am 1. Mai

Namen Beltane, Beltaine, Walpurgisnacht, Hohe Maien, Lady Day, Cetsamhain (Gegen-Samhain)
Bedeutung im Jahreskreis Beginn des Sommers, Beginn der Reife- bzw. Wachstumszeit
Symbole Feuer, Blumen, Maibaum, Sonne, Eiche, Weißdorn, Birke, Symbole für Sexualität
Farben Weiß, Rot, kräftige Farben
Steine Heliodor, Feueropal, rote Koralle
Stichworte Fruchtbarkeit, Vereinigung, Sexualität, Tanz, Balzen, wilde Zeit

Warum feiern wir Beltane?

Endlich ist er da: Der Sommer. Nach langem Ausharren und Frösteln, können wir nun endlich die fruchtbare Mutter Erde huldigen. Beltane steht im Keltischen Jahreskreis Samhain gegenüber, welches den Beginn des Winters kennzeichnet. Die Kelten kannten nur zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter.

Mit Beltane beginnt nun endlich die helle Jahreszeit. Fruchtbarkeit, Sexualität und Vereinigung von Himmel und Erde werden gefeiert. Für unsere Vorfahren war nun die Zeit des Hungers vorbei. Leichtigkeit und Freude umhüllt unser Herz nun. Der erste Mai ist uns als ‚Tag der Arbeit‘ als staatliche Feiertag erhalten geblieben. Religiös gesehen, wurden viele Beltane Rituale auf Pfingsten verschoben. Der Ursprung des Wortes ‚Beltane‘ ist nicht bekannt, es könnte allerdings für ‚helles Feuer‘ stehen.

Wir feiern wir Beltane heute?

Heute feiern wir Beltane vor allem mit Feuer und Tanz. Ein wildes Fest um den Sommer zu begrüßen und die eigene Lebendigkeit zu feiern.

Rituale zu Beltane

Beltane-Feuer

Um die Rückkehr der Fruchtbarkeit zu feiern und den Winter endgültig zu vertreiben, wurden auf Hügeln Feuer entzündet. Diese waren aus Eiche oder Eibe, teilweise ist auch die Rede von 9 unterschiedlichen Hölzern. Der Feuersprung sollte Glück und Fruchtbarkeit bringen. Ein gemeinsamer Sprung Hand in Hand stellte eine Verlobung oder gar eine Hochzeit dar. Die Kelten trieben ihr Vieh zum Schutz durch den Rauch des Beltane-Feuers. Auch heute können wir Beltane mit einem Feuer und einem ausgelassenen Fest feiern. Beim Sprung über das Feuer kannst du Altes loslassen und Wünsche äußern.

Pflanzen

Die Kelten huldigten der Natur mit vielen Ritualen. So gab es einen Maibusch, der in der Regel ein Weißdornbusch oder eine Eberesche war. Dieser wurde mit Schleifen und Blumen geschmückt. (Im Christentum wurden diese in die Pfingstbräuche übernommen). Der wichtigste Baum zu Beltane ist der Weißdorn. Dieser galt als Baum der Göttin und durfte nur zu Beltane gefällt werden.

Die bekannteste Pflanze zu Beltane ist heute wohl der Maibaum. Dieser ist meistens eine Fichte, Tanne, Birke oder eine Weide. Dieser Brauch stammt ebenfalls von den Kelten, welche um einen Baum tanzten. Heute wird der Baum bis auf die Krone geschält und mit einem Kranz und Bändern geschmückt. Häufig werden hier in Österreich Wettbewerbe veranstaltet, bei denen junge Männer die Spitze des Baumes erklimmen müssen. Meine zwei Brüder nahmen immer an diesem Wettstreit teil, und gewannen auch. Harz verschmiert und aufgeschürft von der rauen Oberfläche des Stammes, teilten sie damals ihr Beute mit mir (meistens Süßigkeiten).

Fruchtbarkeit

Bei den Kelten wurden zu Beltane eine Maikönigin und ein Maikönig ausgewählt. Sie symbolisierten die Naturgötter, die sich in dieser Nacht vermählten. Die zwei Auserwählten standen im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Häufig wurde auch ein Handfasting (Keltische Hochzeit) durchgeführt. Heute können wir dieses Vereinen mit unserem Partner zelebrieren. Wenn kein Partner da ist, kann man den Abend nutzen um sich seinen Traumpartner auszumalen und manifestieren zu beginnen.

Maiwasser

Dem Maiwasser wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Frauen wuschen sich am Maimorgen das Gesicht im Morgentau. Das macht anscheinend besonders hübsch, einen Versuch ist es wert. Man kann auch an diesem Tag Quellwasser schöpfen (morgendliche Wanderung auf den Berg zur Quelle) und dieses das ganze Jahr über für Heilrituale nutzen.

Maitanz

Vor allem durch Goethes Faust wurde die Walpurgisnacht (30. April) bekannt. Der Legende zufolge,  treffen sich in dieser Nacht die Hexen am Brocken. Auf diesem Berg mit 1142m Höhe in Norddeutschland wurde/wird ein wildes Fest gefeiert. Ausgelassene Tänze haben sich bis heute erhalten. Vielerorts veranstalten die Einheimischen die Maitänze um den Maibaum. Vergiss alle Regeln und tanz einfach drauf los. Entfessle deine Energie und genieße deine wilde Freiheit!

Parallelen zum Hinduismus

Auch im Hinduismus finden wir eine Geschichte die zu Beltane passt. Krishna (8. Avatar von Gott Vishnu) tanzte mit den Gopis (Kuhhirtinnen) in einem ekstatischen Tanz zu Vollmond. Jedes Mädchen tanzte mit einem Spiegelbild Krishnas, während er mit seiner Geliebten Radha, tanzte. Heute führen traditionellen Tanztheater (Ras Lila) diese Geschichte auf.

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