Mantra des Monats: Du bist nicht im Universum, du bist das Universum.

Laut Legende ist das Universum aus dem Urton AUM entstanden. Dieser Klang trägt die drei Wurzeltöne in sich: Aa, Uu und Mm. Wenn wir innerlich still werden, können wir den Klang AUM in uns und um uns hören. Alles besteht aus dieser Schwingung und nimmt dann durch Mischen der Töne eigene Formen an. So besteht der Baum, der Fluss, das Tier und auch der Mensch aus derselben Energie. Du bist daher nicht im Universum, sondern Teil des Universums.

Ein ganzes Universum in einem Menschen

Du kannst das Universum um dich herum mit deinen fünf Sinnen wahrnehmen. Diese Wahrnehmung passiert in dir. Wenn du etwas siehst, siehst du es nicht vor dir. Du siehst es auf deiner Netzhaut, in dir also. Wenn du etwas spürst, spürst du es nicht weg von dir, sondern auf deiner Haut. Das gleiche gilt für die anderen Sinneswahrnehmungen: riechen, schmecken und hören. Das Universum spielt sich in dir ab.

Wir bestehen aus fünf Schichten (Koshas)

Wir sind nicht nur der Körper, wir bestehen aus mehr Schichten. Das Sanskrit-Wort dafür ist Koshas. Insgesamt haben wir fünf Schichten (Pancha Kosha). Dabei sind nur die ersten drei physikalische, körperliche Ebenen. Die viere Schicht ist der Übergang von Materiellem ins Immaterielle. Die fünfte Schicht ist komplett außerhalb des Physischen.

Die fünf Koshas

  1. Annamaya-Kosha – Nahrungskörper: Unser Körper ist nur eine Ansammlung des Essens, das wir konsumieren. Essen ist eine wichtige Interaktion mit unserer Umwelt. Du bist, was du ist. Dein Körper kann aus einem Apfel menschliche Zellen machen – welch ein Wunderwerk!
  2. Manomaya-Kosha – Mentalkörper: Unser Gedächtnis ist nicht nur in unserem Gehirn angesiedelt, sonders in jeder einzelnen Zelle. Unsere DNA speichert mehr Informationen als unser Gedächtnis und ist intelligenter als unser Gehirn. Jede einzelne Zelle funktioniert nur durch die eigene Intelligenz. Sprechen wir also vom Mentalkörper, meinen wir nicht nur das Gehirn, sondern die Intelligenz in jeder Zelle unseres Körpers.
  3. Pranamaya-Kosha – Energiekörper: 72. 000 Energiekanäle (Nadis) fließen durch unseren Energiekörper und stoßen an 114 Hauptkreuzungen (Chakras) zusammen.
  4. Vijanamaya-Kosha – Erkenntniskörper: Erkenntnis ist das, was über unsere Sinnenwahrnehmung hinausgeht.  Alles was wir nicht mit unseren fünf Sinnesorganen aufnehmen und trotzdem spüren, ist außerordentliches Wissen oder ‚Vijnan‘.
  5. Anandamaya-Kosha – Glückseligkeitskörper: In dieser Schicht dünnt sich das physikalische bereits vollkommen aus. Es ist eine immaterielle Schicht. Daher gibt es keine Beschreibungen oder Definition. Wir können diese Schicht nur erfahren. Wenn wir diese Schicht berühren, fühlen wir uns glückselig (blissfull).

Das ultimative Ziel von Yoga ist es, den Glückseligkeitskörper zu berühren. Es gibt yogische Methoden (Yama, Niyama, Asanas, Pranayama) um den Energiekörper auszugleichen, damit der Mental- und Nahrungskörper problemlos und gesund funktionieren. Dann gibt es andere Methoden (Pratyahara, Dharana) um den Erkenntniskörper zu trainieren. Und durch Meditation (Dhyana) wird versucht, die Glückseligkeit zu berühren.

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