Der Mond – Ein alter Vertrauter

Der Vollmond übt eine magische Anziehung auf uns aus. Den meisten Menschen ist der enorme Einfluss des Mondes auf die Erde bewusst. Sogar die größten Skeptiker müssen eingestehen, dass der Mond die Gezeiten kontrolliert. Der menschliche Körper besteht aus 70% Wasser. Daher ist es irgendwie verständlich, dass wir Menschen auch die Einwirkungen des Mondes spüren und durch Mondrituale feiern wollen.

Der Einfluss des Mondes

Die Wissenschaft ist sich noch immer uneins, ob und in welchem Ausmaß der Mond den Menschen beeinflusst. Aber anstatt Studien zu vergleichen und Berichte zu lesen, sollten wir einfach in uns hineinhören. Ich selbst bin an einem Neumond geboren, auch meine Tochter kam kurz vor einem Neumond zur Welt. Einige Tage vor Vollmond und am Vollmondtag selbst bin ich unruhig, träume viel und bin irgendwie geladener und auch kreativer. Schamanische Rituale fallen leichter. Für mich ist also klar: Der Mond hat großen Einfluss auf mich.  

Der Bauer und der Mond – alte Freunde

Ich bin schockiert, welches Bild heute von den Bauern gezeichnet wird. Uns soll allen klar sein, dass sie die Ernährer des Landes sind. Wir sollten ihnen viel mehr Respekt und vor allem Unterstützung zukommen lassen! Meine Großmutter Anna (Jahrgang 1933) ist wie so viele in ihrer Generation als Bauernkind aufgewachsen. Zu ihrer Jugend war es ganz normal, dass die täglichen Aufgaben im Rhythmus des Mondes erledigt wurden.  Und auch heute versuchen noch viele Menschen, nicht nur Bauern, nach dem Mondkalender zu leben. Bei einigen ist es schon fast Kult.

Der Mond im Schamanismus

Der Mond nimmt im Schamanismus eine ganz besondere Rolle ein. So gilt er als einer der sieben Planeten (Mond, Sonne, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn). Je näher man dem Vollmond ist, desto einfacher ist es, die Brücke zur Anderswelt zu bauen. Der Mond soll auch das karmische Gedächtnis der Menschheit sein. Er folgt dem weiblichen Prinzip und wird als Mutter oder Göttin angesehen. In den meisten Sprachen spiegelt sich das auch wieder: la lune, la luna, die maan …

Der Mond symbolisiert das Aufsteigen aus der Unterwelt (Auftauchen aus dem Unbewussten). Daher werden ihm der frühe Morgen, ungenaue Ideen, die ersten Lebensmonate eines Kindes sowie der Keim und das Quellen eines Samens zugeordnet. Alles ist noch ungeformt, trüb und nebelig.

Der Mond ist seit langem mit der Göttin verbunden, durch die Ozeane und durch die Phasen des Mondes als Jungfrau, Mutter und alte Frau. Der Mond verkörpert zwei grundlegende Energien, wachsen und abnehmen.  

 

Der Rhythmus der Zeit

Wir betrachten die Zeit durch unsere Uhr. Doch versuchen wir uns einmal auf den Rhythmus der Zeit einzulassen. Der Mond ist dabei unser Verbündeter. Indem wir den Rhythmus der Natur wahrnehmen, nehmen wir auch unseren eigenen Rhythmus wahr. Dadurch finden wir heraus, welche Zeitqualität zu welcher Tätigkeit passt. Das ist sehr individuell. Für manche ist der Abend ideal für Entspannen, andere führen ihre spirituellen Übungen aus und wieder andere sind zu geistigen Höchstleistungen fähig. Nimm den Rhythmus der Natur wahr und finde so zu deinem eigenen und natürlichen Rhythmus.

Schamanische Mondrituale

Besonders die zwei Tage vor und nach einem Voll- oder Neumond sind mit besonderen Energien geladen. Deshalb sind auf den Mond abgestimmte Rituale besonders kraftvoll. Kreiere dein eigenen Vollmondritual und Neumondritual. Den nächsten Vollmond oder Neumond für deine Mondrituale findest du hier.

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